Protokoll Jahreshauptversammlung 1995

  

Heimatverein Eitze e.V.

Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 21. März 1995

Anwesende: 49 Mitglieder und 4 Vorstandsmitglieder

Beginn: 20.05 Uhr Ende: 22.15 Uhr

 

zu 1.

Der 1. Vorsitzende Achim Schaefers eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden, besonders die Ortsbürgermeisterin Bärbel Kiefer und Herrn Wickbold von der Lebenshilfe Verden e.V.. Die Mitglieder gedachten der verstorbenen Mitglieder Frau Rischbode und Frau Möhlenbrock.

zu 2.

Achim Schaefers stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest, da zu ihr alle Mitglieder des Vereins entsprechend Par. 11 Abs. 4 der Satzung fristgerecht schriftlich eingeladen worden waren.

zu 3.

Anja König verlaß das Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung vom 15.3.1994. Es wurden keine Einwände oder Ergänzungen gemacht.

zu 4.

Achim Schaefers wies in seinem Rückblick auf das Jahr 1994 daraufhin, daß alle 10 Veranstaltungen des Heimatvereins erfolgreich waren. Besonders erfolgreich war der Tag der offenen Tür in der Eitzer Mühle, der – nicht zuletzt auch wegen des guten Wetters – viele Eitzer Bürger anzog. Er dankte der Familie Wittboldt-Müller, die das Fest geduldet und auch sehr unterstützt hat. Er dankte an dieser Stelle auch allen Frauen für die Mithilfe bei diesem und auch bei anderen Festen. Anja König dankte den Männern für ihre Hilfe. Ergebnis der verschiedenen Gespräche von Achim Schaefers und Michael Gorecki mit der Familie Wittboldt-Müller über eine mögliche Renovierung der Mühle, der Brücke und des Wehrs sind mit dem Ergebnis abgeschlossen worden, daß die Familie keine weiteren Maßnahmen an der Mühle unterstützt vom Heimatverein will.

Horst Bartels berichtete kurz vom Erntefest 1994. Das Wetter zwang zu einer spontanen Verkürzung der Umzugsstrecke. Dafür war der Saal dann ab 15.00 Uhr sehr gut besucht. Die vielen Kinderbelustigungen und der Zauberer, trotz großer Verspätung, kamen gut an. Besonders hob er die Beteiligung von Kindergruppen hervor, die ersten drei Plätze wurden auch an Kindergruppen vergeben.

Achim Schaefers dankte allen Spendern für ihr finanzielles Engagement bei diesem Fest und auch bei anderen Gelegenheiten.

zu 5.

Michael Gorecki, der neue Leiter der Dorfverschönerungsgruppe, stellte sich kurz vor. Er gab einen Rückblick auf 1994. Die Rotbuchenhecke am Dorfgemeinschaftshaus wurde gepflanzt. Es wurden 3 neue Holzschilder („An der Furth“, „An der Furth/Dicker Ort“, „Alter Speicher“) aufgestellt. Es fanden Gespräche mit der Stadt über Verschönerungsmöglichkeiten der Ortschaft statt. Zuletzt fand am 15. März mit Frau Kiefer, Herrn Schaub (Bauamt), Herrn Reshöft und Herrn Brandt (Stadtgärtnerei) und Herrn Kiefer (Landschaftsbeauftragter der Stadt) eine Begehung des Weges von Wittboldt-Müller Baumschule bis zum DGH statt. Das Ergebnis war, daß alle gärtnerischen und pflegerischen Aktivitäten genau mit der Ortsbürgermeisterin und der Stadtgärtnerei abgesprochen werden müssen. Neuanlagen sind nur dann möglich, wenn der Heimatverein sich um die Pflege kümmert. Er bat um neue Helfer für diesen Arbeitskreis und es meldeten sich Petra Bohlmann und Thomas Schmidt. Die Liste der Helfer muß jetzt noch einmal aktualisiert werden.

zu 6.

Ute Niederkrome legte ihren Kassenbericht vor.

zu 7.

Die Kassenprüfer Gerda Bohnet und Bodo Krahn bescheinigten der Kassenwartin eine hervorragende Kassenprüfung. Lediglich die Eintragung einer Barauszahlung fehlte in der Reinschrift. Sie war aber mit berechnet und im Vorentwurf auch enthalten gewesen. Es wurde noch einmal daraufhin gewiesen. daß die gute finanzielle Situation des Vereins auch auf den Übertrag des Vermögens der Arbeitsgruppe Eitze im Heimatbund Verden von ca. 8000,--DM zurückzuführen ist. Bodo Krahn beantragte die Entlastung der Kassenwartin und des Vorstandes. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

zu 8.

Bodo Krahn erklärte sich bereit, noch ein Jahr als Kassenprüfer zu amtieren. Zum zweiten Kassenprüfer wurde einstimmig Heinz Möhlenbrock gewählt.

zu 9.

Achim Schaefers berichtete über die vom Vorstand für 1995 geplanten Veranstaltungen. Am 7.5. soll eine Fahrradtour mit Mittagessen und Kaffeetrinken nach Schmomühlen stattfinden. Für die Älteren soll ein PKW-Dienst eingerichtet werden. Wenn möglich soll es auch einen Fahrradtransportdienst geben für diejenigen, die nicht die ganze Strecke mit dem Rad fahren können. Das Kranzbinden für das Erntefest findet am Donnerstag, den 21 .9.95 auf dem Hof von Göbberts statt und das Erntefest wird dann am 23.9. gefeiert. Erntepaar sind Christin Freesen und Oliver Defiebre. Der Ablauf des Festes findet wie gewohnt statt. Von dem neuen Hahnmotiv als Ortseingangsschild sollen in diesem Jahr noch zwei angefertigt werden. Die Aufstellung des Umzuges im Kirchweg wird beibehalten, da die sich als sinnvoll erwiesen hat. Horst Bartels erwähnte, daß die Arbeitsgruppe Erntefest noch zwei Helfer gebrauchen könne. Es meldete sich aber niemand. Das Erntepaar für 1996 werden Tanja Wittboldt­Müller und Niklas Proksch sein. Am Samstag, den 19.8. will der Heimatverein anlässlich der Aufstellung eines Pavillions zwischen DGH und Spielplatz (am neuen Wanderweg entlang der Tonkuhle) ein Richtfest feiern. Finanzielle Grundlage dieses Holzgebäudes ist der Überschuß vom letztjährigen Erntefest. Es handelt sich um ein achteckiges offenes Holzgebäude. Zunächst soll es mit Dachpappe gedeckt werden. Geplant ist eine endgültige Bedachung mit Holzschindeln. Frank Brockmann hatte sich angeboten, die Aufstellung zu leiten. Er liefert uns als Spende Lärchenholz zum Preis von Fichte. Über den geplanten Standort ist die Ortsbürgermeisterin und Herr Kiefer unterrichtet. Es scheint keine Probleme damit zu geben. Es ging eine Liste herum, in die sich alle die eintragen konnten, die bei dieser Aktion mithelfen wollen.

Am 14. November soll dann ein plattdeutscher Abend „von Eitzern für Eitzer“ stattfinden. Ob in Form von Lesungen, Vorträgen etc. oder als „Lehrstunde“ soll noch geklärt werden. Gerda Bohnet und Ute Niederkrome erklärten sich bereit, sich um die Auswahl und Organisation des Abends zu kümmern. Dierk Mahnke sagte die Unterstützung des Theaterverlages Mahnke zu. Es gäbe auch Material für solche Abende. Anja König wird sich darum kümmern.

Im November soll auch ein Männer-Spaziergang mit anschließendem Schlachte-Essen am Kamin stattfinden.

Die Frage nach Arbeitseinsätzen von Mitgliedern des Heimatvereines bei der Pflege von gärtnerischen Anlagen in Eitze löste eine kontroverse Diskussion aus. Während einige meinten, darum müsse sich die Stadtgärtnerei kümmern, sagten andere, in Anbetracht der leeren öffentlichen Kassen müsse man selbst etwas tun. Schließlich sei es unsere Ortschaft, die gepflegter sein soll. Hingewiesen wurde darauf, daß schon öfter Bewohner (Am Allerhang) oder der Ortsrat (Anlage bei der Melkerbrücke) sich für die Pflege bereiterklärt hätten, dies aber nicht eingehalten hätten. Es kam zu dem Beschluß, daß sich die Mitglieder für die Anlage und Pflege ganz bestimmter, genau mit der Stadtgärtnerei abzusprechender Bereiche verantwortlich erklären würden. Horst Bartels wird demnächst probeweise zu einem Arbeitseinsatz einladen. Dann wird sich zeigen, wieviele Mitglieder dabei mitmachen.

Achim Schaefers schlug vor, an den vier Holzschildern kleine Schilder aus Messing o.ä. mit Erläuterungen anzubringen. Gegen dieses „Schild am Schild“ sprachen sich die Anwesenden fast einstimmig aus. Es wurde aber gesehen, daß Erklärungen zu den Schildern nötig seien. Überlegt wurde ein Anbringen solcher Erklärungen am Ortsplan im Westerfeld, an dem neuen Pavillion, in den Aushängekästen oder ähnlichem. Dierk Mahnke schlug vor, die Tourist Information in Verden darüber zu informieren. Der Vorstand wird diese Möglichkeit prüfen. Achim Schaefers wies daraufhin, daß die Erläuterungen zu den bereits stehenden Holzschildern im Heimatkalender 1996 veröffentlicht werden.

Achim Schaefers fragte die Versammlung, ob in Anbetracht der Tatsache, daß die Familie Wittboldt-Müller nicht will, daß in den nächsten Jahren etwas an der Mühle getan wird, der Heimatverein weiterhin Mitglied in der Mühlenvereinigung bleiben sollte. Der Mitgliedsbeitrag hierfür betrage 120 DM im Jahr. Nach kontroverser Diskussion sprachen sich bei 10 Enthaltungen 6 Anwesende für und 36 gegen eine weitere Mitgliedschaft aus, d.h. der Vorstand wird die Mitgliedschaft kündigen.

Die Anwesenden wurden gebeten, in einer Liste die Namen der Erntebrautpaare der letzten Jahrzehnte einzutragen, da man diese für die Geschichte Eitzes und auch für eine mögliche Einladung für ein späteres Erntefest festhalten wolle. Bekannt sind die Paare ab 1971, aus den Jahren davor sind nur wenige Namen bekannt. Es wurde auch auf die Möglichkeit, diese im Zeitungsarchiv zu erforschen, hingewiesen. Darum wird sich Anja König kümmern. Herr Krippendorff hat alle Erntefestplakate von 1977 an. Diese könnten einmal ausgestellt werden.

Wenn möglich soll in diesem Jahr noch ein neues Holzschild „In den Sandbergen“ aufgestellt werden. Dieses Schild wird von der Familie Krippendorff gespendet.

 

Zu 10.

Frau Hicketier fragte, ob der Heimatverein bereits etwas wegen der Nadelbäume auf dem Gebiet des Wasserwirtschaftamtes, die bald die Sicht auf die Aller versperrten, unternommen hätte. Horst Bartels berichtete, daß er deswegen mit dem zuständigen Herrn telefonisch gesprochen hätte. Man habe ihm zugesichert, die Bäume abzuholzen, sobald sie wirtschaftlich nutzbar wären. Die Frage tauchte auf, wann dies der Fall sein würde. Gerd Göbbert schlug vor, das Amt nochmals zu fragen und vorzuschlagen, eine Hecke zu pflanzen, die in der Höhe immer wieder beschnitten werden könnte.

 

 

Zum Abschluss der Versammlung zeigte Herr Krippendorff Filme aus den Jahren 1969 – 1972:

  • Jubiläumsfeier 60 Jahre Feuerwehr Eitze (1969) (Dieses für ein Jubiläum eigentlich „krumme“ Jahr wurde gefeiert, weil kurz vor der Eingemeindung Eitze vom Kreis noch einen neuen Feuerwehrwagen erhielt)

  • Abbruch der Ziegelei

  • 25 Jahre Eitzer Sportverein (1971)

  • Wasserleitungs-und Straßenbau in Eitze (1970/71)

  • Erweiterung der Schießhalle des Schützenvereins

  • Bau der Melkerbrücke (1971) und der Fußgängerbrücke über den Gobach (1972)

 

Unterbrochen wurde die Versammlung während des Tagesordnungspunkts 9 von der Tanzgruppe "Luderjans" aus Morsum. Sie zeigte vier Tänze und erhielten viel Beifall dafür.