Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 15. März 1994 

Anwesende: 55 Mitglieder und 4 Vorstandsmitglieder 
Beginn 20.05 Uhr 

1. Eröffnung und Begrüßung 
Der 1. Vorsitzende Achim Schaefers eröffnet die Versammlung und begrüßt die Anwesenden. Er weist daraufhin, daß der Heimatverein inzwischen 190 Mitglieder hat. 

2. Feststellung der Beschlußfähigkeit
Er stellt die Beschlußfähigkeit der Versammlung fest, da zu ihr entsprechend § 11, Abs. 4 der Satzung fristgerecht eingeladen worden ist. 

3. Rückblick auf das Jahr 1993
In seinem Rückblick auf das erste Jahr des Heimatvereins Eitze e. V. erinnerte Achim Schaefers an die Fahrt mit der Museumseisenbahnfahrt und an das Aufstellen des ersten Holzschildes "Melkerbrücke". Er dankte der Heimatbühne Eitze für die Durchführung des Erntefestes 1993. An dieser Stelle dankte er auch allen, die für dieses Fest gespendet hatten. 

4. Bericht des Arbeitskreises Dorfverschönerung
Carl Heinrich Hamann, der Sprecher der Dorfverschönerungsgruppe, berichtete von den ersten Bemühungen dieser Gruppe. Auf einem gemeinsamen Rundgang durch Eitze am 16.10.1993 hatten die Mitglieder festgehalten, was sie in Eitze machen könnten. Bei der Verwirklichung dieser Ideen stießen sie aber immer wieder auf Widrigkeiten, die teilweise durch Geldknappheit bei der Stadt, teilweise durch organisatorische Schwierigkeiten bedingt waren. Angesprochen bei diesem Rundgang wurden: 
- neuer Anstrich für das Dorfgemeinschaftshaus und den hinteren Unterstand; Stadt: kein Geld; 
- Rotbuchenhecke am DGH; Stadtgärtnerei hatte im Herbst keine entsprechenden Pflanzen vorrätig gehabt (s.u.);
- ehemalige Laubsammelstelle soll so begrünt werden, daß sie auch als Parkfläche zu benutzen ist;
- Wanderweg an der Eitzer Tonkuhle entlang; Stadt: Verlauf steht noch nicht fest;
- Eitzer Mühle; Mühle, Brücke und Wehr bedürfen einer Renovierung, dazu sind Gespräche mit der Familie Wittboldt-Müller zu führen;
- Straßeneinmündung Am Gobach-Weitzmühlener Str.; Entrümpelung des Schilderwaldes, Pflanzung einer Gruppe von Eichbäumen; Stadtgärtnerei: zuviele Rohrleitungen, wg. Schilder müssen entsprechende Stellen befragt werden;
- In der Furth: Rückschnitt der Sträucher;
- Einmündungsbereich Dicker Ort-Eitzer Dorfstr.; auch hier eine Gruppe Eichbäume pflanzen, am Straßenrand noch neue Apfelbäume. 

5. Bericht des Kassenwartes und der Kassenprüfer
Die Kassenwartin Ute Niederkrome legte ihren Kassenbericht vor. 

6. Entlastung des Kassenwartes und des Vorstandes
Die Kassenprüfer Gerda Bohnet und Bodo Krahn bescheinigten der Kassenwartin eine hervorragende Kassenführung. Nur an einer Stelle fehlte einmal ein Beleg. Sie beantragten die Entlastung der Kassenwartin und des Vorstandes. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. 

Unterbrechung: 
Jan-Gerd Brüns aus Etelsen unterbrach als "zufällig vorbeikommender Radfahrer" die Versammlung und erzählte und rezitierte auf Platt. Er bekam langanhaltenden Beifall. 

7. Ausblick auf das Jahr 1994
Die schon seit letztem Jahr geplante Pflanzung der Rotbuchenhecke am Dorfgemeinschaftshaus ist nun für den 26.3.1994 angesetzt worden. Zum Schutz der neuen Hecke soll der baufällig gewordene Zaun erst einmal stehen bleiben. Auf einer umlaufenden Liste trugen sich diejenigen, die dabei helfen wollten, ein (Liste liegt bei!) 
Die bereits im letzten Jahr durchgeführten Veranstaltungen für die Kinder von Eitze (Uno-Turnier, Adventsbasteleien, Karnevalfeiern) sollen auch 1994 durchgeführt werden. 
Achim Schaefers forderte die Mitglieder auf, sich Gedanken zu machen, an welchen Stellen geschnitzte Holzschilder aufgestellt werden könnten. 
Bei der Besprechung des Erntefestes kam es zu einer Diskussion, ob der Name dieses Festes bzw. das Fest selber noch zeitgemäß sei, da das Fest als solches und auch die Teilnehmer und oft auch die von ihnen geschmückten Wagen nicht mehr viel mit Ernte zutun hätten. Ehler Göbbert bemerkte kritisch, daß das Erntefest nicht mehr ein Erntefest sei, da niemand mehr wüßte, worum es bei diesem Fest früher gegangen sei. Dagegen erhob sich Protest. Daß das Erntefest in Eitze nach wie vor große Bedeutung habe, zeige sich allein schon an der großen Zahl der Teilnehmer. Andreas Mennicke warf ein, daß alles dem Wandel der Zeit unterliege, so auch das Erntefest. Man müsse ihm neue Bedeutung geben, z.B. die auch heute noch vorhandene Abhängigkeit von der Landwirtschaft und ihrer Erträge. Es soll an die Teilnehmer appelliert werden, sich bei der Gestaltung ihrer Wagen und Fußgruppen mehr an das Thema Landwirtschaft, Ernte und Erntedank zu halten. Um die Beziehung des Erntefestes zur Ernte deutlicher zu machen, wurde außerdem be- schlossen, das Korn für die Erntekrone gemeinsam zu mähen. Außerdem wurde angeregt, die Pastorin zum Erntedank sprechen zu lassen. Erntepaar 1994 sind Christin Freesen und Oliver Defiebre. Die Termine für das Erntefest 1994: Kranzbinden am 15.9 bei Göbberts, Erntefest am 17.9. Das Erntepaar für 1995 sind Nina Stuhlmüller und Timo Schütte. 
Zum Tag der offenen Tür in der Eitzer Mühle wurden folgende Aktivitäten geplant: 
-Besichtigung und Vorführung der Mühle und der Gerätschaften; 
-Informationen über Geschichte und Technik von Mühlen; 
-Ausstellung über die Renovierung von Mühlen; 
-Verkauf von Essen und Trinken; 
-Ausstellung von allem, was mit Mühlen zusammenhängt: Kornsorten, Gerätschaften usw. ; 
-Fotoausstellungen mit den Themen: Eitzer Mühle, Mühlen in unserer Heimat, Eitze einst und jetzt u. ä. ; 
Ein Mitglied schlug vor, zu diesem Tag auch Politiker aus Stadt und Landkreis, Ratsherren etc. einzuladen. Dies wurde so beschlossen. Es wurde eine Organisationsgruppe gebildet, die sich um die Durchführung dieses Fest kümmern soll. 

8. Verschiedenes
Lutz Brockmann schlug vor, einen Arbeitskreis "Lebensraum Gobach" ins Leben zu rufen. 
Die Mitglieder äußerten den Wunsch, der Heimatverein solle sich verstärkt um die Pflege und den Erhalt der plattdeutschen Sprache kümmern. 
Protokollantin: Anja König